Beleuchtungssteuerung mit Ekinex Aktoren und Dimmern
Neue Paradigmen in der Lichtplanung
Die Beleuchtungsanlage ist so ausgelegt, dass sie die maximal erforderliche Beleuchtungsstärke liefert, obwohl dies in vielen Situationen gar nicht notwendig ist. Neben der Quantität wird zunehmend auch die Qualität des Lichts geschätzt, weshalb das traditionelle Konzept der Steuerung, das nur das Ein- und Ausschalten erlaubt, überwunden werden muss.
Dank Dimmen kann die von den Leuchten abgegebene Lichtintensität einzeln oder in Gruppen gesteuert werden, wodurch unterschiedliche Bedürfnisse erfüllt werden können: zum Beispiel ein höherer Sehkomfort, der genau die Lichtmenge bereitstellt, die benötigt wird, wo und wann sie benötigt wird. In anderen Fällen ist Dimmen sinnvoll, wenn viel natürliches Licht zur Verfügung steht, das ausgenutzt werden kann, um den Kunstlichtanteil zu reduzieren.
Wo es um große Leistungen oder lange Einschaltzeiten geht, wird die Dimmsteuerung auch effektiv eingesetzt, um Energie zu sparen und die Lebensdauer von Leuchtmitteln und elektronischen Bauteilen zu verlängern: Das ist z. B. in Büros oder Produktionsbereichen der Fall.
Voreilende/nacheilende Dimmer reduzieren den Stromfluss zur Last und werden seit langem zum Dimmen von Glüh- und Halogenlampen eingesetzt. Sie nutzt dazu die Stromverdrahtung der Lampen; mit dem Verbot dieser Quellen in vielen Ländern (in der EU seit der Verordnung 244/2009 der Kommission) hat diese Art der Dimmung stark an Bedeutung verloren. In Kombination mit Leuchtstoffröhren und dimmbaren elektronischen Vorschaltgeräten (EVG), die mit einer entsprechenden Schnittstelle ausgestattet sind, hat sich die 1...10V-Analogschnittstelle als weitere beliebte Technik erwiesen.
In diesem Fall stellt das Vorschaltgerät die Steuerspannung zur Verfügung, die mit Hilfe einer Regeleinrichtung aufgrund der Veränderung des elektrischen Widerstands verändert werden kann; dazu ist ein separater zusätzlicher elektrischer Anschluss erforderlich, während das Ein- und Ausschalten über den 230-Vac-Netzanschluss erfolgt.
Das Aufkommen von Bussystemen für die Gebäudeautomation hat es möglich gemacht, Aktoren/Dimmer mit einem dedizierten 1...10v-Steuerausgang zu verwenden und sie für Gruppensteuerung, Lichtszenen und koordinierten Betrieb mit anderen Funktionen zu vernetzen.
Der weit verbreitete Einsatz digitaler Kommunikationsschnittstellen bei Leuchten - insbesondere bei solchen mit DALI-Standard - reduziert den Bedarf an 1...10-V-Dimmtechnik.
LED-Lampen haben sich schnell zu den beliebtesten Lichtquellen auf dem Markt entwickelt und bieten eine Reihe von Steuerungsmöglichkeiten, die früher nur schwer zu realisieren waren, wie z. B. warmes/kaltes weißes Licht und Farbsteuerung. Anwendungen, die die für natürliches Licht in Innenräumen charakteristischen Farbtemperaturschwankungen nachbilden, wie z. B. die HCL-Steuerung, sind zu sehr erschwinglichen Kosten möglich geworden. Es gibt einen Unterschied in der Steuerung zwischen den Modus:
Technisch gesehen lassen sich LEDs sehr gut dimmen, was nicht auf alle Lichtquellen zutrifft: Man denke nur an Entladungslampen. Es gibt jedoch verschiedene Arten von LED-Quellen wie z. B.:
Nur einige der gebräuchlichsten Steuerungen sind automatisch für das Dimmen von LED-Lampen geeignet: Um die am besten geeignete Lösung zu definieren, ist es daher immer notwendig, im Voraus die Kompatibilität zwischen Quellen und Steuergeräten zu überprüfen.
LED-Quellen können entweder analog durch Einstellung des Stroms oder mit der PWM-Technik (Pulsweitenmodulation) gedimmt werden. Im letzteren Fall wird der Strom, der durch die LED fließt, rhythmisch mit einer bestimmten Frequenz unterbrochen. Je größer die Abstände zwischen den Stromphasen sind, desto geringer ist der tatsächliche und durchschnittliche Strom durch die LED und damit die empfundene Helligkeit.
PWM-Frequenzen über 300 Hz sind für das menschliche Auge nicht wahrnehmbar, daher ist kein Flackern zu erkennen, obwohl eine Modulation stattfindet.
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