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Deckenstrahlungssystem in Wohngebäuden

HLK-Anwendungen und Regelungen

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Das Deckenstrahlungssystem ist ein hydronisches System zur Heizung und Kühlung von Räumen, das sich im Laufe der Zeit zur Fußbodenversion gesellt hat; gemeinsam ist ihm die Eigenschaft, einen geringen Temperaturunterschied zwischen dem Thermovectorfluid und der Umgebungsluft zu haben.

Der Thermovectorstrom zirkuliert in Kreisläufen aus Metall- oder Kunststoffrohren, die in eine abgehängte Decke integriert sind; die Plattenreihen werden von Verteilern gespeist, die über dem Boden der bedienten Kreisläufe installiert sind. Bei Wohnanwendungen hat die Zwischendecke zur Umgebung hin eine Gipskartonoberfläche, die für Zivilgebäude geeignet ist, und zur Oberseite hin eine Wärmedämmungsschicht.

Das System ist unsichtbar und nutzt die gesamte Oberfläche der Decke als Terminal mit großer Ausdehnung für den Wärmeaustausch, der durch die Strahlung erfolgt. Wie beim Fußbodensystem werden mit Deckenstrahlplatten nur sensible Wärmelasten behandelt; generell bietet die Deckenlösung einen höheren Ertrag bei der Kühlung.

Das im Beispiel gezeigte Deckenstrahlungssystem wird zur Heizung und Kühlung der Räume eines Wohngebäudes verwendet. Das System ist vom kombinierten Typ; es kombiniert das Deckenstrahlplatten-System mit einer oder mehreren Maschinen für die kontrollierte mechanische Belüftung der Räume, deren Grundfunktion die Erneuerung der Raumluft mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung ist. In diesem Fall handelt es sich außerdem um komplette Maschinen für die Behandlung der Umgebungsluft, die den Betrieb des Systems bei der Kühlung im Sommer unterstützen können, indem sie auch die Funktionen der Entfeuchtung (mit Reduzierung der latenten Last) und der Integration der fühlbaren Wärmeleistung ausführen.

In der Regel versorgen diese Geräte nicht einen einzelnen Raum, sondern mehrere Räume oder eine ganze Zone eines Gebäudes; im Wohnbereich ist es z. B. üblich, ein Gerät für den Wohnbereich und eines für den Schlafbereich einzusetzen. Die Anordnung befindet sich typischerweise in einer baryzentrischen Position in Bezug auf den bedienten Bereich, z. B. in die Zwischendecke im Flur oder Korridor eingebaut.

Ekinex Gerate Andere Komponente
A) Binärausgang EK-FE1-TP 1) VMC-Gerät mit integrierter Entfeuchtung und Kühlung
B) Stellantriebsregler für elektrothermische Antriebe EK-HE1-TP 2) Zustimmungskontakt für Entfeuchtung
C) Raumthermostat EK-EQ2-TP 3) Zustimmungskontakt für Kühleinbindung
D) Temperaturfühler für Luftmessung EK-STL-NTC-3435 4) Ventil mit Stellmotor EIN / AUS
  5) Saisonventil (Handtuchwärmer) mit Stellmotor EIN / AUS
  6) Handtuchwärmer
  7)  Zirkulator
  8) Zonenventil (Deckenstrahler) mit Stellmotor EIN / AUS
  9) Verteiler für Deckenstrahlungskreise
  10) Antikondensat-Sonde (mit Meldekontakt)
  11) Deckenstrahlplatten (Serie)
  12) Wärmeerzeuger (heißes Thermofluid)
  13) Wärmeerzeuger  (kaltes Thermofluid)
  14) Zentraler Verteiler (Förderstrom)
  15) Zentraler Verteiler (Rücklauf)
Regelung mit Ekinex

Der Raumthermostat EK-EQ2-TP (C) dient zur Temperatur- und zur relativen Luftfeuchtigkeit- Messung und wird an einer Stelle installiert, die empfindlich auf den von der Maschine erzeugten Luftstrom reagiert (1).

Im Heiz- oder Kühlbetrieb übernimmt der Antriebsregler EK-HE1-TP (B) auf Anforderung des Thermostaten die Öffnungssteuerung des Zonenventils (8) der Deckenstrahlplatte. Bei Bedarf kann ein zusätzlicher NTC-Temperaturfühler (C) an den Thermostat (D) angeschlossen werden, um die Regelung nach einem gewichteten Temperaturwert durchzuführen.

Bei der saisonalen Umschaltung auf Kühlbetrieb steuert der Aktor-Regler (B) das saisonale Ventil (5) zu, um die Versorgung der Handtuchwärmer mit kalter Wärmeträgerflüssigkeit zu vermeiden. Die Kontakte zur Freigabe der Einbindung von Kühlung (2) und Entfeuchtung (3) werden durch den Binärausgang EK-FE1-TP (A) aktiviert. Die Kühlintegration wird aktiviert, wenn die vom Raumthermostat (C) gemessene Temperatur den Sollwert um einen vordefinierten Offset-Wert (z. B.: 1,5 °C) überschreitet. Die Entfeuchtung wird aktiviert, wenn die vom Raumthermostat (C) gemessene relative Luftfeuchtigkeit den vordefinierten Sollwert (z. B.: 50 %) überschreitet.

An den Raumthermostat (C) kann im Kühlbetrieb eine Sonde zur Erfassung der Kondensatbildung (10) angeschlossen werden; diese Vorrichtung ermöglicht es, das System sicher zu machen, indem die betroffenen Kreisläufe mittels des Zonenventils (8) geschlossen werden, wenn die thermohygrometrischen Bedingungen den Beginn der Kondensation auf den gekühlten Oberflächen bewirken.

Mit der optionalen Delégo-Überwachung (nicht in der Abbildung dargestellt) können Sie das gesamte Hausautomationssystem über eine App für Smartphones überwachen und steuern.

Fokus auf den Raumthermostat EK-EQ2-TP

Der Raumthermostat EK-EQ2-TP (C) ermöglicht die Temperatur und die relative Luftfeuchtigkeit der Raumluftmasse mittels integrierter Sensoren mit der Möglichkeit, die Werte auf den KNX-Bus zu senden.

Die Messung der relativen Feuchtigkeit erweitert die Klimafunktionen in Räumen erheblich und erhöht den Komfort und die Betriebssicherheit. Dank der Berechnung der Taupunkttemperatur können bei der Verwendung von Flächenheizungssystemen zur Sommerkühlung aktive Schutzstrategien gegen Kondensation umgesetzt werden. In Kombination mit dem Ekinex-Stellantriebsregler für HLK-Funktionen ermöglicht das Gerät eine völlig unabhängige Klimaregelung für jeden Raum oder jede Zone und bietet zusätzlich zur Reglerfunktion für Heizung und Kühlung die Möglichkeit, die Entfeuchtung und Befeuchtung der Räume effektiv zu steuern.

Auf dem Display können Sie außerdem eine Reihe von Informationen anzeigen, z. B.:

  • Temperatur (Messwert und Sollwert in °C oder °F);
  • Relative Luftfeuchtigkeit (gemessen und Sollwert in %);
  • CO2-Konzentration (vom KNX-Bus in ‰ empfangen);
  • wahrgenommene Temperatur (auf Basis des Humidex-Index in °C berechnet);
  • externe Temperatur (vom KNX-Bus oder vom angeschlossenen NTC-Fühler in °C oder °F empfangen).
Verwendung der konfigurierbaren Eingänge

Dank der zwei konfigurierbaren Eingänge auf der Geräterückseite ermöglicht der Thermostat die Implementierung zusätzlicher Funktionen, die den Komfort und die Energieeinsparung erhöhen können, ohne dass zusätzliche Eingangsbusgeräte vorgesehen werden müssen.

Bei analoger Konfiguration dürfen nur Temperatursensoren vom Typ NTC mit einem Widerstandskennwert von 10 kΩ bei 25°C, ß = 3435 (Ekinex-Reihe EK-STx-10K-3435 mit x = E, I, C, L) an den Eingang angeschlossen werden.

Eingangskonfiguration Anwendung
Digitaler (DI) Fensteröffnungskontakt
Kontaktkartenhalter
Antikondensationsfühler
Analogico (AI) Fancoil-Akku-Temperatursensor
Raumtemperatursensor
Antischichtung-Temperatursensor
Fußbodenoberflächentemperatursensor
Außentemperatursensor
Allgemeiner NTC-Temperatursensor
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