• Deckenstrahlungssystem in einem Tertiärgebäude
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Deckenstrahlungssystem in einem Tertiärgebäude

HLK-Anwendungen und Regelungen

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Das Deckenstrahlplatten-System wird auch häufig in Büroumgebungen und allgemein in großen tertiären Gebäuden wie Krankenhäusern, Einkaufszentren, Schulen, Universitäten, Flughäfen oder Bahnhöfen eingesetzt.

In diesen Fällen besteht die abgehängte Decke aus überprüfbaren Metallpaneelen (7), ähnlich denen, die üblicherweise in diesen Gebäuden verwendet werden, jedoch mit hydronischen Kreisläufen, die auf dem oberen Teil angebracht sind, und eventuell mit einer Isolierschicht zum Plenum hin. Die Hydronikkreise bestehen aus Metall- oder Kunststoffrohren und metallischen Wärmedurchlässen, die die Wärme zwischen den Rohren und der Metalloberfläche der Zwischendecke austauschen. Die Reihen von Strahlplatten werden von Verteilern gespeist, die oberhalb der Ebene der versorgten Kreisläufe installiert sind.

Das System ist unsichtbar und nutzt die gesamte Oberfläche der Decke als Endpunkt mit großer Ausdehnung für den Wärmeaustausch, der durch Strahlung erfolgt. Wie beim Fußbodensystem werden mit Deckenstrahlplatten nur die fühlbaren Wärmelasten behandelt; im Allgemeinen bietet die Deckenlösung einen höheren Ertrag bei der Kühlung.

Das im Beispiel gezeigte Deckenstrahlungssystem wird zur Heizung und Kühlung der Räume eines gewerblich genutzten Gebäudes eingesetzt. Die Verteilung wird mit einem 4-Rohr-System realisiert, das es ermöglicht, beide Fluide gleichzeitig zur Heizung oder Kühlung der Umgebung zur Verfügung zu haben.

Diese Art der Verteilung kann vorteilhaft sein, wenn zu befürchten ist, dass die Wärmelasten während desselben Tages oder in Abhängigkeit von den verschiedenen Expositionen des Gebäudes stark variieren. Bei dieser Anwendung werden die Funktionen der Lufterneuerung und Entfeuchtung durch ein Primärluftsystem ausgeführt, das zentral mittels RLT-Geräten aufbereitet und über Kanalsysteme und Auslässe in der Umgebung verteilt wird. Als Alternative zu den Durchlässen und bei fehlender Isolierung zum Plenum hin kann die Mikroperforation der Metallplatten für die Diffusion der frischen und entfeuchteten Luft in den Räumen verwendet werden

Ekinex-Geräte Andere Komponenten
A) Digitale Zeit-/ Astronomische Schaltuhr EK-TM1-TP 1) Verteiler für Niedertemperaturkreisläufe (Vorlauf)
B) GPS-Modul EK-GPS-1 2) Verteiler für Niedertemperaturkreisläufe (Rücklauf)
C ) Stellantriebsregler für Gebläsekonvektor EK-HE1-TP 3) Ventil mit Stellmotor EIN / AUS (heißes Thermofluid)
D) Display Touch&See EK-EC2-TP 4) Ventil mit Stellmotor EIN / AUS (kaltes Thermofluid)
E) 4-fach Schalter (8 Funktionen) EK-E12-TP 5) Antikondensat-Sonde
F ) Multisensor EK-ET2-TP oder EK-ES2-TP 6 ) Fensteröffnungskontakt
G) Präsenzmelder EK-DF2-TP 7) Deckenstrahlplatten (Serie)
H)  Universelle Schnittstelle EK-CD2-TP 8) Wärmeerzeuger (heißes Thermofluid)
  9) Wärmeerzeuger (kaltes Thermofluid)
Regelung mit Ekinex

Die Regelung der Raumlufttemperatur erfolgt in jeder Zone bzw. in jedem Raum mit Hilfe eines Multisensors (F) in Kombination mit dem Stellantrieb EK-HE1-TP (C), der die Stellmotoren der Zonenventile steuert, die den Durchfluss der heißen oder kalten Thermoventilflüssigkeit zu der Reihe von Strahlplatten regeln.

Dank der Messung der relativen Feuchtigkeit ist der Multisensor (F) auch in der Lage, die Taupunkttemperatur zu berechnen und über entsprechende Gateways per Bus an übergeordnete Systeme (BMS) zu senden. Bei Bedarf kann der Multisensor (F) einen Temperaturmesswert von einem Schalter (E) der Ekinex-Serie empfangen, der normalerweise zur Steuerung anderer Funktionen wie Beleuchtung oder Beschattung verwendet wird, um Anpassungen auf der Grundlage eines gewichteten Temperaturwerts vorzunehmen. Dies kann typischerweise in großen oder volumetrischen Räumen geschehen, in denen der vom Multisensor gemessene Temperaturwert nicht vollständig bedeutungsvoll für die allgemeinen Temperaturbedingungen im Raum ist.

Die Eingangsschnittstelle EK-CD2-TP (H) ermöglicht die Erfassung von Signalen von Antikondensationssonden (5) und Fensteröffnungskontakten (6). Die Antikondensat-Sonde (5) wird in Kontakt mit dem ersten Wärmetauscherelement installiert, das von den hydronischen Kreisen versorgt wird, um eine eventuelle Kondensatbildung bei der Abkühlung der Anlage sofort zu erkennen und den Antriebsregler (C) zu veranlassen, das entsprechende Ventil (4) zu schließen und so die Anlage in Sicherheit zu bringen.

Um den Energieverbrauch zu reduzieren, kann die Betriebsart mit Hilfe des Präsenzmelders EK-DF2-TP (G) automatisch in Abhängigkeit von der Präsenz oder Bewegung von Personen in der Zone umgeschaltet werden, wobei im Heiz- und Kühlbetrieb Temperaturdämpfungen mit entgegengesetztem Vorzeichen aufgerufen werden.

Fokus auf dem Multisensor

Der Ekinex Multisensor (F) ist ein komplettes Gerät zur Steuerung der Raumklimatisierung, das viele Funktionen vereint, die normalerweise auf mehrere verschiedene Sensoren und Regler verteilt sind. Das Gerät misst Temperatur, relative Luftfeuchtigkeit und Luftqualität (Parameter: TVOC-Konzentration in ppb und/oder CO2-Äquivalent in ppm) mit Hilfe der integrierten Sensoren, mit der Möglichkeit, die Werte auf den KNX-Bus zu senden, und kann auch als Regler für jede der gemessenen Größen fungieren.

Mit nur einem kompakten Gerät ist es daher möglich, sowohl die thermohygrometrischen Bedingungen als auch die Qualität der Umgebungsluftmasse zu kontrollieren. In besonderen Fällen (große Räume oder Volumen, bei starker Asymmetrie in der Temperaturverteilung oder wenn das Gerät an einer ungeeigneten Stelle installiert ist) kann die Raumtemperatur über einen gewichteten Mittelwert zwischen zwei Temperaturwerten geregelt werden: dem ersten, der vom integrierten Sensor erfasst wird, und dem zweiten, der über den KNX-Bus empfangen wird.

Unabhängige Schwellenwerte für relative Feuchtigkeit, CO2-Konzentration und TVOC können konfiguriert werden. Zur Realisierung von Automatisierungslogiken stehen UND-, ODER-, NICHT- und Exklusiv-ODER-Kombinationsfunktionen zur Verfügung, dank derer es möglich ist, die über das Hausautomatisierungssystem verfügbaren Informationen zu nutzen, um die Lufterneuerung entsprechend dem tatsächlichen Bedarf zu steuern (DCV oder Demand Controlled Ventilation).

Versionen

EK-ET2-TP mit Temperatur-, relativer Feuchtigkeits- und CO2-Messung

EK-ES2-TP mit Temperatur-, relativer Feuchtigkeits, CO2- und TVOC-Erfassung

Signalisierungs-LEDs

Die acht integrierten LEDs (mit Lichtleiter), die sich an den Seiten der Frontabdeckung befinden, können so konfiguriert werden, dass sie den aktiven Modus des Heizsystems (Heizung oder Kühlung), die CO2-Konzentration (äquivalent) und TVOC (nur Version EK-ES2-TP) sowie die Aktivierung der Entfeuchtungs- oder Befeuchtungsfunktion signalisieren.

LED Farbe und Signalisierung (Version EK-ES2-TP)
1 weiß ( Heizungsbetrieb aktiv) oder rot (Heizung EIN)
2 weiß ( Kühlungsbetrieb aktiv) oder blau (Kühlung EIN)
3 blau (Entfeuchtung EIN)
4 grün (Befeuchtung EIN)
5
blinkend rot (CO2-Äquivalentkonzentration > Schwellenwert 3)
orange (CO2-Äquivalentkonzentration zwischen Schwellenwert 2 und 3)
6
gelb (CO2-Äquiv. Konzentration zwischen Schwellenwert 1 und 2)
grün (CO2-Konzentration äquiv. < Schwellenwert 1)
7
blinkend rot (TVOC-Konzentration > Schwellenwert 3)
orange (TVOC-Konzentration zwischen Schwellenwert 2 und 3)
8
gelb (TVOC-Konzentration zwischen Schwellenwert 1 und 2)
grün (TVOC-Konzentration < Schwellenwert 1)